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Tanken in den USA

Der Benzinpreis in den USA unterscheidet sich stark je nachdem in welchem Staat du gerade unterwegs ist. Grundsätzlich gilt, dass der Benzinpreis im Osten am günstigsten und im Westen am teuersten ist. Die Tankstellen haben grundsätzlich riesige Leuchtanzeigen auf denen alle Preise aufgelistet sind aufgestellt die man schon aus mehreren Metern Entfernung sehen kann. Vor allem an Interstates und Highways zeigen Tankstellen den Preis für Diesel/Gallone und Benzin (regular)/Gallone an. Wir haben während unseres USA Aufenthaltes zwischen US $2,65 bis US $ 4,37 für eine Gallone Benzin bezahlt. 

 

Außerdem gibt es in den USA einige weitere kleine Punkte die sich von dem Tanken in Deutschland und in Kanada unterscheiden auf die ich dich hier vorbereiten möchte. 

 

Als Zahlungsmittel ist die Kreditkarte generell zugelassen, allerdings kann es hier, je nachdem welche Kreditkarte du hast, zu Schwierigkeiten kommen. Welche Kreditkarten ich auf meiner Reise verwendet habe und welche ich empfehlen würde kannst du übrigens hier nachlesen. 

 

Anders als in Deutschland ist es in den USA üblich, dass man an der Benzinpumpe zahlt. Die Zapfsäulen sind mit Bedienfeldern und einem Karteneingang ausgestattet, sodass man hier direkt beim Tanken zahlen kann. Außerdem zahlt man hier nicht nach, sondern vor dem Tanken. 

 

Es gibt in der Regel drei Sorten Benzin, regular, clean und super clean. Regular ist das günstigste Benzin und super clean das teuerste. Nachdem du deine Kreditkarte eingeführt und für die Zahlung des Benzins die Abbuchung eines Maximalbetrags von deiner Kreditkarte bestätigt hast (das nennt sich „Prepay“) kannst du dann den Grad des Benzins auswählen und tanken. Sobald der Maximalbetrag erreicht ist stoppt die Zapfsäule. Sollte der Maximalbetrag allerdings nicht erreicht worden sein wird deine Kreditkarte aber auch nur mit dem tatsächlichen Betrag belastet. 

 

Gerade bei europäischen Kreditkarten funktioniert das allerdings leider nicht ganz so wie gewünscht. Es gibt leider auch keine pauschale Lösung, denn auch hier git es keine einheitlichen Regeln. Anstelle der PIN-Nummer fragen einige Zapfsäulen die Postleitzahl (den „ZIP Code“) als Verifizierung ab. Da die Postleitzahl auch in den USA fünfstellig ist git es in diesen Fällen mehrere Möglichkeiten: 

 

  • Du gibst deine Postleitzahl von der Adresse ein unter der deine deutsche Kreditkarte zuhause registriert ist
  • Du gibst die Postleitzahl des Ortes ein an dem du dich gerade befindest (kannst du in der Regel bei dem Kassierer abfragen)
  • Du gibst „00000“ ein

 

Leider können alle drei Möglichkeiten erfolglos bleiben. In diesem Fall musst du dich dann den Kassierer wenden und an dem Kartelesegerät eine Vorauszahlung zu tätigen. Das funktioniert dann auch in 99,9 % der Fälle. Wenn du keine Lust auf das Rumprobieren hast kannst du natürlich auch direkt bei dem Kassierer eine Vorauszahlung tätigen. Allerdings haben Tankstellen nicht immer 24 Stunden lang auf, sodass du dich manchmal trotzdem durchprobieren musst wenn dir der Sprit ausgeht. Einige Kassierer wussten direkt Bescheid als wir zum Bezahlen dann reingegangen sind und haben schon belustigt gefragt aus welchem europäischen Land wir denn kommen. 

 

Es gibt noch einen großen Unterschied: der Benzinpreis kann bei der Wahl deiner Zahlungsmethode variieren. In den USA und auch in Kanada sind „Debitcards“ neben Kreditkarten eine gängige Zahlungsmethode. Die Zahlung des Benzins mit einer Debitcard oder mit Bargeld kann es bei einigen Tankstellen zu einem Preisunterschied von US $0,10/Gallone kommen. Das kann allerdings auch dann eintreten, wenn man zu dem Benzin eine Fahrt durch die Waschstraße kauft.  Daher haben wir des Öfteren das Benzin auch bar gezahlt. Das funktioniert jedoch wieder anders.

 

Wenn du deine Tankfüllung bar bezahlen möchtest musst du dafür immer erst einmal bei dem Kassierer eine Vorauszahlung tätigen. Er schaltet die Zapfsäule an der du stehst dann für den Betrag der Barzahlung frei und du kannst tanken. Solltest du hier nicht den Betrag der Vorauszahlung erreichen bekommst du die Differenz von dem Kassierer ebenfalls in bar wieder zurück. Diesen Fall hatten wir allerdings nur 2 Mal. 

 

Außerdem gibt es in den USA sehr wenige Tankstellen die du in mehreren Staaten findest. Je nach Staat triffst du immer wieder auf neue Namen. Große Ketten wie Exxon oder Esso gibt es dagegen fast überall. 

 

Ebenso unterscheiden sich hier gerne die Preise. In Kalifornien zum Beispiel war der Benzinpreis bei der Kette „Arco“ in der Regel US $0,10 günstiger als bei der Kette „Chevron“, die immer den höchsten Benzinpreis verlangt hat. Hier lohnt sich ein Blick in die Apps „Gas Locator“ und „Gas Prices“. In diesen Apps wird dir der zuletzt aktualisierte Benzinpreis und die Entfernung der in deiner Nähe gelegenen Tankstellen angezeigt. Für die Benutzung benötigst du allerdings eine Internetverbindung. Außerdem ist der Benzinpreis in der Regel abends und nachts am niedrigsten. Am Wochenende war das Tanken am teuersten. 

 

Kleiner Tipp am Rande: In einigen mittleren Staaten werden von Tankstellen Gebühren (bei mir war es immer genau 1,00 €) bei geringen Zahlungsbeträgen mit der Kreditkarte berechnet. Wenn du also tankst und dir noch einen Kaffee kaufen möchtest zahl das besser zusammen. Die Kaffeebars in den USA kann ich dir übrigens, wenn du auch ein Kaffeejunkie bist wie ich, nur wärmstens empfehlen. Das Nachfüllen kostet meistens auch nur US $1,00.

 

 

Außerdem kann es sich lohnen dir eine „Rewards-Card“ von einer großen Kette zu besorgen wenn du viel in den USA tanken wirst. Exxon hat eine solche Karte. Diese wird beim Bezahlen von Benzin und allen anderen Produkten aus dem Tankstellenshop entweder vor der Kreditkarte an der Zapfsäule eingeführt oder von dem Kassierer eingescannt und du erhältst pro US Dollar eine gewisse Anzahl an Punkten auf dein Kundenkonto gutgeschrieben. Diese Punkte kannst du ab einer gewissen Anzahl wiederum in ein Zahlungsmittel umwandeln.

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