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Der San Francisco Guide

Ein Mal auf der Golden Gate Bridge stehen, durch die Stadt mit dem berühmten Cablecar fahren oder den Pier 39 und die Fisherman’s Wharf besuchen- für viele ein Traum. San Francisco ist eine sehr vielfältige und kulturelle Stadt in der man definitiv einige Tage verbringen kann und sollte. 

Allgemein

San Francisco war schon damals in der Hippieszene berühmt und berüchtigt und das spiegelt sich in dieser wunderschönen und alternativen bunten Stadt immer noch wieder. Zwischen riesigen modernen Bürogebäuden findest du bunte und einzigartige kleine Cafés und Restaurants, nicht zu vergessen das Tommys Joynt! Die für eine Stadt unvorstellbar steilen Straßen machen San Francisco noch interessanter, vor allem wenn du diese Hügel mit dem Cable Car hochfahren kannst. Umgeben vom Pazifik ist San Francisco auch für den omnipräsenten Nebel bekannt. Außerdem wird es auch im Juni oder Juli, also in/um die Hauptreisezeit nicht oft wärmer als 25 °C, sodass das Sightseeing noch Spaß macht. 

  

 

Wenn du mehrere Tage in San Francisco verbringst solltest du dir das sehenswerte Umland nicht entgehen lassen. In einer Stunde Fahrt kannst du über den Highway 1 die Point Reyes National Seashore, eine dreieckige Halbinsel, erreichen die für ihre Lokalisation, und zwar westlich dem Andreasgraben, bekannt ist und wunderschöne Aussichten auf die Küste bietet. Hier kannst du neben endlosen Wanderwegen in jeder Länge, von 1 km bis hin zu mehreren Tagen, regenwaldähnliche Gebiete erforschen oder dich bei Bolinas Bay an den Strand legen der bei Surfern bekannt und beliebt ist. 

 

Außerdem liegt der schon bei den Hippies in den 70er-Jahren für seine wunderschönen Berge berüchtigte Yosemite Nationalpark in -für amerikanische Verhältnisse- der Nähe. 5 Stunden Fahrt dauert es bis du in einem der weltbekanntesten Nationalparks ankommst. Mehr zu dem Yosemite Nationalpark findest du hier. Die Fahrt in den Yosemite Nationalpark ist übrigens wunderschön, sodass du die 5 Stunden Fahrt nicht allzu langweilig werden. Auf dem Weg kommst du übrigens an Mariposa Grove  vorbei wo du die wohl größten und ältesten Mammutbäume bestaunen kannst. Ein Ausflug hierher ist also ein absolutes Muss. 

Sightseeing

Wie in allen Metropolen kannst du dir auch in San Francisco mit „Städtepass“ den Eintritt zu den Hauptattraktionen verschaffen. Mittlerweile gibt es auch für die Stadt San Francisco mehrere verschiedene Anbieter die solche Pässe anbieten. Zum Beispiel gibt es den Explorer Pass, den CityPass oder auch den Sightseeing Pass. Leider kann ich dir hier keine Empfehlungen mit auf den Weg geben, da wir die Stadt auf eigene Faust erkundet haben. Im Gegensatz zu New York fand ich, dass ein Pass in San Francisco nicht wirklich nötig ist, da vieles das ich mir ansehen wollte kostenfrei war und die Attraktionen, wie beispielsweise das Aquarium, die von dem Pass abgedeckt sind, nicht auf meiner Bucketlist standen.

 

Einige der bekanntesten Touristenattraktionen sind neben dem Wahrzeichen der Stadt San Francisco, der Golden Gate Bridge, das Cable Car, der kilometerlange Pier entlang des Hafens von San Francisco, der riesige Presidio Park, die San Francisco City Hall, der Stand nach dem Pier 39, der Financial District, das Hippie Viertel mit dem angrenzenden und riesigen Golden Gate Park der an der Golden Gate Bridge beginnt (mit einer stolzen Länge von 4,1 km), der Muir Woods Wald mit seinen Riesenbäumen, die Strände Muir Beach und Stinson Beach, das stillgelegte und weltbekannte Gefängnis Alcatraz, das Aquarium, das San Francisco Museum of Modern Arts (SFMoMA), sowie China Town und Little Italy. 

 

Am besten teilst du dir die Besuche deiner Must Sees in Bereiche auf, da die Attraktionen teilweise in verschiedenen Vierteln liegen und die Wege dazwischen aufgrund der Größe der Stadt weit voneinander entfernt sein können.

 

Meine persönlichen Top 3 in San Francisco sind die Fahrten mit dem Cable Car, Little Italy und natürlich die Golden Gate Bridge. 

 

Wenn dir der Trubel in dem Center der Stadt mal zu viel wird und du etwas ruhigeres machen möchtest lege ich dir dringend ans Herz die Golden Gate Bridge zu überbrücken und dir Sausalito, Mill Valley und/oder die Muir Woods anzusehen. In der Ecke findest du auch den Stinson Beach und den Muir Beach an dem du bei schönem und schlechtem Wetter entspannen und den wunderschönen Strand genießen kannst. Auch der Muir Beach Overlook ist auf jeden Fall zu empfehlen.

 

Außerdem bietet San Francisco hier eine riesige Auswahl an verschiedenen Trails, also Wanderwegen. Mein Lieblingstrail ist der zu der Pirates Cove. Du bist zwar ein paar Stunden für die knapp 12 Kilometer unterwegs, du hast dabei aber auf ca der Mitte des Weges von dem höchsten Punkt auf dem Berg einen einmaligen Ausblick auf San Francisco und den Strand der an die Stadt grenzt. Vor allem entlang des Highway 1 gibt es etliche Startpunkte für wunderschöne Wanderungen in den Bergen direkt an der Küste San Franciscos- das darfst du dir nicht entgehen lassen.

 

 

Wenn du die weltberühmten Riesenbäume in den Muir Woods besuchen möchtest musst du aus dem Süden nach Norden die Golden Gate Bridge überqueren. Der Eintritt zu dem Park kostet aktuell US $15,00 und der Park ist nicht mit dem Auto anzufahren. Hier musst du den Park and Ride Shuttlebus nutzen. Informier dich also am besten einige Tage vorher, da der Park sehr stark besucht ist- vor allem in der Saison. Wie du den Eintritt im wahrsten Sinne des Wortes umgehen kannst kannst du bei Tipps und Tricks nachlesen.

Kosten

Das Parken ist in San Francisco leider teuer und nicht ungefährlich. Daher würde ich dir raten dir diese Kosten zu sparen und stattdessen etwas mehr in ein leckeres Essen in dem italienischen Viertel (am besten im Barbara Pinseria & Cocktail Bar) der Stadt oder in China Town zu investieren.

 

Seitdem die großen amerikanischen Konzerne wie Apple und Google aus dem Plastic Valley in die Nähe von San Francisco und San José gezogen sind sind auch die Preise hier explodiert. Nicht nur das Wohnen (San Francisco ist die teuerste Wohngegend der USA und hat Manhattan und Upper Eastside abgelöst), sondern auch die Spritpreise und die Preise für Nahrungsmittel sind in die Höhe geschossen. Stell dich also auf etwas höhere Durchschnittspreise als an der Ostküste der USA ein. Eine Gallone Benzin kostet hier im Schnitt US$ 4,25. Die Preise der großen Ketten wie Starbucks und Jack in the Box sind allerdings so hoch wie in den restlichen Teilen der USA. 

 

 

Kalifornien ist generell eine sehr teure Reisegegend. Das Preisniveau zieht sich über die ganze Westküste bis nach Kanada. Auch hier ist die Westküste die teuerste Gegend was die Sprit- und Nahrungsmittelpreise angeht.

Tipps und Tricks

Öffentliche Verkehrsmittel

Die Parkgebühren in San Francisco starten gerne bei $15,00 pro Tag und leider wird sehr häufig berichtet, dass in parkende Autos eingebrochen wird- vor allem auf dem Parkplatz an der Golden Gate Bridge. Daher empfehle ich dir San Francisco mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erkunden. Die öffentlichen Verkehrsmittel laufen übrigens zum großen Teil nur noch elektronisch. Das ist weder schwer noch teuer, allerdings ist es wesentlich bequemer und bei dem Verkehr in San Francisco und den Gebühren für die Brückenüberquerung definitiv entspannter. 

 

Das örtliche Verkehrsnetz heißt MUNI und bei einem digitalen Kauf bekommst du ein Tagesticket bereits für US $5,00 die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen kannst. Es gibt auch ein Tagesticket für $12,00 mit dem du übrigens auch unbegrenzt das Cable Car nutzen kannst. 

 

Lad dir hierfür einfach die App MuniMobile von SFMTA  runter und innerhalb von 2 Minuten kannst du dir 1 oder mehrere Tagestickets kaufen (auch für mehrere Personen) und runterladen, dazu brauchst du nur eine Internetverbindung und eine Kreditkarte. Die Busse, Bahnen und das Cable Car fahren ständig und sind super vernetzt. Auskünfte darüber welche Haltestelle in deiner Nähe ist und wann die nächste Bahn oder der nächste Bus kommt gibt dir übrigens die App ebenfalls. Hier findest du eine Karte des Verkehrsnetzes zum herunterladen .

 

Wenn eine Fahrt mit dem Cable Car auf einer oder aller der drei Linien auf deiner Bucketlist steht dann solltest du versuchen die Fahrt auf einen Wochentag zu legen, am Wochenende sind die Schlangen um einen Platz in dem Cable Car zu bekommen sehr lang. Und so richtig Spaß macht es eigentlich doch nur dann wenn man sitzen und die Beine baumeln lassen kann. Cable Cars haben übrigens nur ca. ein Dutzend Sitzplätze und nur einen Waggon. 

 

 

Da San Francisco sehr steil und groß ist rate ich dir, egal ob du mit dem Auto in die Stadt gekommen bist oder mit dem Transfer, eine Fortbewegungsmöglichkeit in einem Bus für dein Sightseeing reinzunehmen, egal ob die öffentlichen Verkehrsmittel (die wesentlich günstiger und zeitlich flexibler sind) oder den Big Bus San Francisco. Vor allem wenn du nur einen Tag Zeit hast um diese riesige und vielfältige Stadt zu erkunden.

Park and Ride

Wie gesagt, das Sightseeing in San Fracisco mit dem eignen Auto macht nicht sonderlich viel Spaß. Vor allem nicht wenn du in dem nördlichen Teil San Franciscos untergekommen bist wie Sausalito oder Mill Valley dann bietet sich an dein Auto auf einem der Park and Ride Parkplätze abzustellen und mit dem Golden Gate Transfer, kurz GGT, in die Stadt reinzufahren. Du sparst dir nicht nur die Parkgebühren, sondern auch die Gebühren für das Überqueren der Golden Gate Bridge. Ein Ticket hin und zurück kostet aktuell US $6,50 pro Person und man fährt von dem Manzanita Park and Ride Parkplatz (der übrigens kostenfrei ist) ca. 35 Minuten bis in den Financial District. Es gibt aber zahlreiche Haltestellen, sodass du schon mit dem Transfer an den Start deiner Sightseeingtour fahren kannst. Die Busse der Transfergesellschaft haben übrigens WLAN an Bord, sodass die Fahrt direkt dazu genutzt werden kann die Tagestickets für die MUNI zu kaufen. Praktisch oder?

 

Wenn du deine Überfahrt etwas aufregender gestalten willst kannst du übrigens auch von Sausalito mit einer Fähre in das Zentrum der Stadt übersetzen. Die Hi- und Rückfahrt für einen Erwachsenen kostet aktuell US $13,00 und der nette Nebeneffekt, dass man an der kleinen Insel auf der das Alcatraz Gefängnis erbaut worden ist vorbeifährt, ist umsonst.

 

 

Kurzer Insider-Tipp: das Parken ist in dem Marina Green Park, fußläufig von dem Zentrum und der Fisherman’s Wharf entfernt, von 6.00 Uhr bis 22.00 Uhr erlaubt und ist kostenfrei. On top hat man hier sogar kostenfreies WLAN. Verhältnismäßig ist der Parkplatz durch die vielen Besucher auch relativ sicher. Leider ist hier das Parken nach 22.00 Uhr verboten und einigen Berichten zu folge werden hier auch gerne Strafzettel verteilt.

Roadtrip

Wenn du mit dem eigenen Auto unterwegs bist und die Golden Gate Bridge überqueren möchtest wird hier eine Gebühr in Höhe von US $7,75 fällig. Diese solltest du im Idealfall bereits vor der Überquerung entrichten. Die Gebühr wird allerdings nur dann fällig wenn du von Norden nach Süden fährst. Wenn du also aus der Richtung Los Angeles die Brücke überquerst wird diese nicht erhoben. Mit dem FasTrek System wird dein Kennzeichen gescannt und entweder mit dem von dir über ein Telefon, das Internet oder durch das vor Ort eingezahlte Guthaben verrechnet oder aber dir wird eine Rechnung per Post zugestellt. Am Rande ein kleiner Tipp: wir haben ein Kennzeichen aus Ontario, Kanada, und eine Rechnung ist auch nach 3 Monaten nach dem Überqueren der Brücke nicht angekommen. Vor allem von europäischen Reisenden gibt es viele Berichte darüber, dass diese auch mehrere Monate nach ihrem Besuch keine Rechnung erhalten haben. Ich rate dir trotzdem dich entsprechend zu informieren und vorzubereiten. Ob du mit einem ausländischen Kennzeichen zu 100 % sicher bist weiß ich nicht und dazu habe ich auch keine definitiven Auskünfte gefunden.

Route

San Francisco liegt genau an dem Highway 1 (genau genommen die California State Route 1)- dem wohl schönsten Highway der USA. Die meisten Navigationsapps oder -geräte wählen die schnellste Route, in dem Fall über die Interstate 5. Dabei würdest du aber eine wunderschöne Fahrt an der pazifischen Küste und die Begegnung mit mehreren Seelöwen und Robben verpassen. Plan deine Route also am besten selber. Wenn du den Highway 1 von San Francisco aus in Richtung Norden fährst kannst du dich an der kleinen Stadt Garberville in Kalifornien orientieren, da dort der Highway 1 endet. Der Highway 1 beginnt übrigens in San Diego und führt komplett hoch bis hinter San Francisco, eine lange (und sehr beliebte) Alternative also für einen Roadtrip an der Westküste der USA. 

 

 

Auf unserem Roadtrip haben wir unsere Reise von San Francisco auf dem Highway 1 bis er endete fortgesetzt und haben uns dann von dort auf den Weg in den Yellowstone Nationalpark gemacht. Mehr zu dem Yellowstone Nationalpark kannst du hier nachlesen.

Tagesplan Vorschlag

Falls du noch nicht genau weißt, wie du deine Zeit in dieser tollen Stadt verbringen kannst, habe ich dir folgend einen Tagesplan erstellt an dem du dich orientieren kannst.

 

1.  08.00 Uhr: Frühstücken im Hippie Viertel (Ashbury Heights)

 

2.  09.00 Uhr: Spaziergang durch den Golden Gate Park 

 

3.  10.00 Uhr: Rundfahrt Big Bus San Francisco (auf meiner Karte wäre der 3. rote Punkt eine Haltestelle der roten Tour von Big Bus)

 

4.  12.00 Uhr: Besuch Fisherman‘s Wharf (direkt in der Nähe hält der Bus)

 

5.  14.00 Uhr: Mittagessen in Little Italy

 

6.  16.00 Uhr: Besuch MoMa San Francisco (auch hier gibt es in der Nähe eine Bus Station)

 

7.  18.00 Uhr: Cable Car Fahrt (bis zur Fisherman´s Wharf)

 

8.  20.00 Uhr: Abendessen auf dem Pier 39

 

 

9.  21.30 Uhr: Sonnenuntergang am Fort Mason (Blick auf die Golden Gate Bridge)

3 Tagesplan Vorschlag

Tag 1:

 

08.00 Uhr: Frühstück im Hollywood Café 

 

10.00 Uhr: Spaziergang entlang des Piers bis zu dem Ferry Building

 

12.00 Uhr: Rundtour mit dem Big Bus inklusive Stopp an der Golden Gate Bridge bis zur Fisherman`s Wharf

 

14.00 Uhr: Mittagessen bei Bubba Gump Shrimp

 

15.00 Uhr: Besuch des Alcatraz Gefängnisses, des Exploratoriums, des Coit Towers und/oder des Aquariums

 

18.00 Uhr: Übergang in den Financial District und Besuch China Town und Dragon Gate

 

20.00 Uhr: Abendessen in China Town

 

 

 

 

Tag 2:

 

08.00 Uhr: Frühstück in dem Hippie Viertel Ashbury Heights

 

10.00 Uhr: Spaziergang in und durch den Golden Gate Park

 

12.00 Uhr: Ausflug zum Aussichtspunkt Twin Peaks und Besichtigung Castro Theatre

 

14.00 Uhr: Mittagessen bei Tommy Joynt

 

16.00 Uhr: Besuch des SFMoMa

 

18.00 Uhr: Besuch des Union Square und des Westfield Centre

 

20.00 Uhr: Abendessen in der Waterbar

 

 

 

Tag 3:

 

08.00 Uhr: Tagesauflug zu den Muir Woods oder nach Point Reyes

 

Alternativ:

 

10.00 Uhr: Spaziergang mit Startpunkt an dem Presidio Park und dem Palace of Fine Arts, weiter über die Golden Gate Bridge, Aussichtspunkt Battery Spencer, Besuch Sausalito oder Muir Beach und Fährenfahrt von Sausalito aus zurück zur Fisherman‘s Wharf

 

18.00 Uhr: Abendessen in Little Italy (North Beach)

 

 

Alternative bei gutem Wetter: Picknick am Strand East Beach 

 

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