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Top 8 Icefields Parkway

Der Icefields Parkway ist eine der schönsten Routen der Welt. Bevor du planst was du auf dem Icefields Parkway sehen möchtest ist eins noch viel wichtiger: und zwar wann du es sehen möchtest. Das Timing ist hier das A und O. Wir haben den Icefields Parkway zwei Mal komplett befahren, das erste Mal waren wir am 21.05.2019 hier und das zweite Mal Mitte Juni. Ende Mai waren einige großen Seen, wie auch der Lake Louise, noch größtenteils zugefroren. Dafür war es aber so gut wie leer und wir hatten immer freie Sicht und unsere Ruhe. Mitte Juni sieht das ganze schon wesentlich anders aus, jeder Parkplatz ist so gut wie voll und leider kann man auch nicht mehr so entspannt Fotos von den Seen und den Wasserfällen machen da auch morgens schon viele Touristen unterwegs sind.

 

Der beste Zeitpunkt für den Besuch ist damit wohl Anfang Juni, da Mitte Juni hier die Saison beginnt und dann auch alle Campingplätze geöffnet haben. Informier dich am besten immer bevor du deinen Trip beginnst wie die Wetterlage aussieht. Dieses Jahr war der Winter sehr hart und lang, daher kann es sein, dass üblicherweise die Seen Ende Mai vielleicht schon aufgetaut sind.

 

Außerdem solltest du auf jeden Fall mindestens einen ganzen Tag, lieber 2 Tage, Zeit einplanen um den Icefields Parkway wirklich genießen zu können. Du kannst die ca. 230 km nämlich kaum am Stück fahren, da du alle paar Kilometer anhalten wirst. Es gibt hier an jeder Ecke etwas anderes wunderschönes zu sehen. Ich würde dir auch raten den ein oder anderen Trail zu gehen da einige Attraktionen nicht direkt an der Straße liegen. Die Wanderungen sind aber in jedem Fall die Anstrengung wert, das kann ich dir versprechen. Übrigens hast du auf dem Icefields Parkway auch ziemlich gute Chancen einen Bären zu sehen. 

 

 

Aber egal wann du hier bist möchte ich dir meine persönliche Top 8 der Must-Sees nicht vorenthalten.


1. Lake Louise

Der wohl bekannteste See und das Wahrzeichen des Banff Nationalparks. Der See liegt geografisch zwar nicht ganz auf dem Icefields Parkway aber für mich gehört der Lake Louise und der Moraine Lake genau so zu dem Icefields Parkway dazu. Ein atemberaubender Hintergrund, kristallklares türkises Wasser (das übrigens auch im Sommer nicht wärmer als 10°C wird) und eine einmalige Stimmung. 

 

 

Um den See im Sommer in seinem besten Zustand fotografieren zu können solltest du entweder morgens früh oder relativ spät dein Glück versuchen. Das liegt auch daran, dass in der Saison zahlreiche Kanus und Kajaks auf dem See unterwegs sind die die Oberfläche brechen. Am beeindruckendsten sieht der See aus wenn sich die Berge auf der glatten Wasseroberfläche in ihm spiegeln. Da der See von hohen Gletschern umgeben ist und in dem Tal der 10 Peaks liegt kommt hier weniger Tageslicht an sei also lieber etwas früher da um den perfekten Moment nicht zu verpassen. Ohne den Sonnenlichteinfall entstehen die Reflektionen nicht die das berühmte Türkis des Sees sichtbar machen. 


2. Moraine lake

Für den Moraine Lake gilt genau dasselbe wie oben in dem Text zu dem Lake Louise beschrieben.

 

Ich finde den Moraine Lake sogar noch ein wenig schöner da die Landschaft um ihn herum wilder und natürlicher aussieht. 


3. peyto lake

Den Peyto Lake muss man gesehen haben. Ein kurzer Trail von dem Parkplatz aus (ca. 1,3 km, relativ steil) bringt dich auf den Bow Summit von dem aus du einen Ausblick auf den wohl intensivst gefärbten See in Kanada hast. 

 

 

Wenn du eine Reise über den Icefields Parkway unternimmst darf ein Besuch und ein Bild des Peyto Lakes auf keinen Fall fehlen. Vor der Bow Summit Aussichtsplattform findest du ein Stück begehbaren Felsen auf den dich setzen und das Panorama genießen kannst.


4. mistaya Canyon

Der Mistaya Canyon ist sehr vielfältig. Neben spektakulären Wasserfällen findest du hier auch malerische Felswände und den Startpunkt für mehrere Wanderwege. Der Mistaya Canyon bietet dir auch eine besondere Fotokulisse, die du unter anderem mithilfe eines ND-Filters und einer Langzeitbelichtung noch intensiver in Szene setzen kannst. 


Valley of the 5 Lakes

Wie der Name bereits verrät erwarten dich hier 5 aneinander gereihte klare und türkise Seen die durch einen Trail miteinander verbunden sind. Jeder See sieht einzigartig aus und es lohnt sich alle fünf anzusehen. 

 

Der Ort ist stark besucht also nimm dir ein wenig Zeit für den Weg. Die Runde um alle Seen ist knapp 9 km lang und für das Strahlen der Seen auf deinen Fotos empfehle ich dir hier auch wieder den Besuch an einem sonnigen Tag zu planen.


6. athabasca falls

Die Athabasca Falls liefern dir an einem Ort mehrere zusammenhängende Landschaften. Hier kannst du dich lange aufhalten, da du hier den Wasserfall und den Athabasca River vor und nach dem Wasserfall bestaunen kannst. Der Athabasca River hat einen Felsen über die Jahre gesprengt, sodass du auch noch einen beeindruckenden Canyon besichtigen kannst unter dem der Athabasca River durchfließt. Auch von den Athabasca Falls gehen mehrere Wege ab auf denen du die Landschaft noch weiter erkunden kannst. Ein Stop ist hier auf jeden Fall einzuplanen.


7. Horseshoe lake

Der Horseshoe Lake liegt kurz vor Jasper und ist beinahe ein Geheimtipp. Der See ist kaum besucht, dabei ist der See wunderschön: umrandet von rauen und steilen Felswänden auf der einen und einem Wald auf der anderen Seite liegt der Horseshoe Lake in einer Form die seinem Namen alle Ehre macht ganz klar, ruhig und strahlend türkis in der Mitte. 

 

 

Ein absolutes Must-See. Wir waren sogar zwei Mal dort. Im Mai war das Wasserlevel zwar noch etwas höher aber auch im Juni war der Horseshoe Lake wieder ein traumhafter Stopp auf dem Icefields Parkway.


8. Sunwapta Falls

Last but not least- die Sunwapta Falls. Die Sunwapta Falls liefern dir eine absolut einzigartige Kulisse, eine kleine Insel auf einem Fluss der wenige Meter später in einen riesigen und reißenden Wasserfall, der wiederum durch einen massiven und meterhohen Canyon fließt. 

 

 

Einen Stopp und einen kurzen Rundgang kannst du dir hier nicht entgehen lassen. 

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