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Welche ist die richtige Kreditkarte für meine Reise

Bevor wir aufgebrochen sind habe ich mich über verschiedene Kreditkarten und deren Konditionen im Ausland informiert. Genau wie bei der Reisekrankenversicherung gibt es hier oft die Ausnahme, dass die USA und Kanada nicht in dem Oberbegriff „weltweit“ inkludiert sind.

 

Auf unsere Reise haben wir drei verschiedene Kreditkarten mitgenommen:

 

 

Nachdem ich jede eingesetzt habe möchte ich euch meine Erfahrungen und aus meiner Sicht die Vor- und Nachteile der einzelnen Karten weitergeben. Mir ist bekannt, dass auch die Karte der DKB eine beliebte Reisekreditkarte ist. Über die Konditionen könnt ihr euch also auch noch informieren.

 

Advanzia Mastercard:

 

Ein klarer Vorteil der Advanzia Mastercard ist, dass euch relativ schnell ein hoher Kreditrahmen eingeräumt wird. Der wird euch bei der Bezahlung des Autos, der Kfz-Versicherung oder anderen hohen Kosten helfen. Die Kreditkarte habe ich bereits seit mehreren Jahren und benutze sie auch entsprechend schon etwas länger. Im europäischen Ausland funktioniert sie übrigens ebenfalls kosten- und einwandfrei. Grundsätzlich kann ich diese Kreditkarte also jedem empfehlen.

 

Leider werden die Transaktionen in der Advanzia-App mit einer Verzögerung von mehreren Werktagen gebucht, sodass man bei einem kontinuierlichen Einsatz den Saldo nie genau einsehen kann. Mitnehmen würde ich die Kreditkarte aber in jedem Fall, da ich die Erfahrung gemacht habe, dass einige Zahlstellen (vor allem Banken, Tankstellen und Supermärkte) manchmal entweder die Mastercard oder die Visa nicht akzeptiert haben. Kümmert euch  daher in jedem Fall vor der Abreise darum beide Kreditkarten zu beantragen.

 

Der Ausgleich des Saldos ist hier total einfach. Man überweist auf seine eigene IBAN den Betrag und wird einige Tage nach Eingang über den Ausgleich per Mail informiert. Sollte man nicht den gesamten Saldo ausgleichen werden Zinsen berechnet. Bis zu einem Saldo von 1.000,00 € sind diese auch nicht allzu hoch. 

 

Bei Bargeldabhebungen musste ich bei der Advanzia Card ebenfalls eine Gebühr zahlen. Die Gebühr wird allerdings von der kanadischen/amerikanischen Bank in Rechnung gestellt, die Advanzia erhebt für Abhebungen auch im Ausland keine Gebühren.

 

Zusammengefasst ist die Advanzia Mastercard durch den hohen Kreditrahmen eine große Hilfe, als ein alltägliches Zahlmittel überzeugt sie mich leider nicht. 

 

Barclays Visa Card:

 

Die Barclays Visa Card habe ich auch dabei, allerdings kam diese Karte nur ein Mal für eine Bargeldabhebung zum Einsatz. Die Barclays Card ist in allen Punkten, genau wie die Advanzia Mastercard und die Santander 1plus Visa Card, kostenfrei. 

 

Der Ausgleich verlief nach einiger Suche der Ziel-IBAN auch relativ entspannt ab. Ich habe mich in dem Online-Banking eingeloggt und auf die mir zugewiesene IBAN den Saldo überwiesen. Über den Eingang oder eine Abrechnung wird man hier nicht gesondert informiert. Auch zu etwaigen Zinsen kann ich euch leider keine Auskunft geben.

 

Die Barclays Card habe ich vorher beantragt damit ich neben der Advanzia Mastercard noch eine Visa Card eben für den Fall dabei habe, dass eine von beiden Karten nicht akzeptiert wird. No Frills, der kanadische Supermarkt (Blogseite), akzeptiert zum Beispiel grundsätzlich keine Visazahlungen. Auch eine Shell Tankstelle in Colorado, USA hat die Visa Card nicht akzeptiert. 

 

Da es hier aber keine App gibt habe ich die Barclays Visa Card leider nicht mehr benutzt. 

 

Santander 1plus Visa Card:

 

Klarer Gewinner für mich ist die Santander 1plus Visa Card. Die Karte ist rundum kostenlos. Weder für das Bargeldabheben in den USA oder Kanada, noch für das Bezahlen in beiden Ländern musste ich keine Gebühren zahlen. Außerdem erhalte ich 1% Rabatt auf jede Zahlung bei einer Tankstelle, was bei unserem Benzinverbrauch auf jeden Fall ein nettes Benefit ist. Außerdem kann man hier eine kostenlose Partnerkarte beantragen. Wenn ihr also zu zweit reist auch ein großer Vorteil.

 

Was ich außerdem als sehr angenehm empfunden habe ist die App der Santander. Jede Transaktion war sofort sichtbar. Das Einloggen ist super einfach und die App ist sehr übersichtlich und benutzerfreundlich.

 

Da die Finanzen bei einem „langen“ Auslandsaufenthalt leider eine große Rolle spielen ist eine zuverlässige App mit aktuellem Saldo eine große Hilfe. Außerdem konnte ich jederzeit einfach einen beliebigen Betrag auf mein Kreditkartenkonto überweisen und es war innerhalb 1-2 Werktagen verbucht. Die Überweisungen konnte ich von meinem normalen Girokonto durchführen, es war also kein Sonderkonto bei der Santander nötig.

 

Zu etwaigen Zinsen kann ich mich nicht äußern, da ich hier nie in Verzug geraten bin. Aufgrund des relativ geringen Kreditrahmens habe ich alle 2-3 Wochen den Verfügungsbetrag überwiesen. 

 

Alles in allem: für mich die perfekte Reisekreditkarte. Als Ergänzung würde ich aber unbedingt noch eine Mastercard mitnehmen. 

 

Kleiner Tipp für Kanada: bei der ScotiaBank könnt ihr mit der Santander Kreditkarte gebührenfrei Bargeld abheben. Andere Banken und Tankstellen oder Bargeldautomaten in Waschsalons und ähnlichem verlangen grundsätzlich eine Gebühr von $3,00. In den USA gibt es sogar in Metropolen (wir haben eine in New York City gesehen) Santander Filialen, sodass ihr dort ebenso gebührenfrei Bargeld abheben könnt. 

 

 

 

 

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